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Fragen zur Ankaufsuntersuchung:
Wer?
Wo?
Wie?
Was?
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Wer? Der Aufwand und die
Schwierigkeit der tierärztlichen Ankaufsuntersuchung wird häufig unterschätzt.
Mitunter wird angenommen, dass es sich ja um junge und gesunde Tiere handelt,
deren Gesundheit nur eben durch den Tierarzt bestätigt werden soll. Die
meisten Krankheiten, die es zu erkennen gilt, befinden sich aber noch in einem
Anfangsstadium und sind deshalb viel schwerer zu diagnostizieren als im
fortgeschrittenen Stadium (gilt z. B. für PRA, Arthrosen, Pankreasinsuffizienz,
Herzerkrankungen). Dies setzt viel Erfahrung, eine sichere Beherrschung der
Methodik und eine einwandfreie technische Ausstattung (insbesondere eine gute
Röntgeneinrichtung) voraus. Viele Krankheiten (z. B. rassetypische
Erkrankungen des
Malinois) kommen darüber hinaus im normalen Klientel eines Tierarztes
nur selten oder gar nicht vor. Aus diesem Grund sollte eine tierärztliche
Ankaufsuntersuchung grundsätzlich nur in langjährig spezialisierten
Praxen oder Kliniken von erfahrenen Tierärzten durchgeführt werden.
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Wo? Die Ankaufsuntersuchung muss in
der Praxis oder Klinik des Tierarztes durchgeführt werden, da nur dort die
notwendigen Einrichtungen und die notwendige Ruhe zur Untersuchung
herrschen. Das Grundstück des Verkäufers, Hundesportplätze etc. sind
grundsätzlich völlig ungeeignet für eine vollständige Ankaufsuntersuchung. Teile
der Untersuchung können dort unter Umständen jedoch sehr gut erfolgen (z.B.
Untersuchung im Schutzdienst, Bewegung in der Freifolge und im Sprung), gehören
aber nicht zum Regelumfang der Ankaufsuntersuchung.
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Wie? Grundsätzlich ist es sehr
empfehlenswert, wenn der Verkäufer bei der Ankaufsuntersuchung anwesend ist. Vom
Käufer muss ein entscheidungsbefugter Vertreter anwesend sein. Da die
Untersuchung einschließlich Gutachtenerstellung 1 bis 2 Stunden dauert und in Ruhe erfolgen sollte, halte
ich eine Terminabsprache für unverzichtbar. Die eigentliche Untersuchung
gliedert sich in mindestens fünf Schritte: Vorbericht und Prüfung der
Identität, Klinische Untersuchung ohne Narkose in der Praxis,
Untersuchung im Freien (Schritt, Trab, Galopp, evtl. Schutzdienst oder
Konditionsbelastung), Untersuchung in Narkose (Mundhöhle, Rachen, ggf.
Kehlkopf, Röntgen (mindestens HD, LWS, empfehlenswert Ellenbogen, Gebiss),
Auswertung. Eventuell müssen die Ergebnisse zusätzlicher Verfahren (z.B.
Laboruntersuchungen, EKG etc.) oder von Nachuntersuchungen bis zur
Entscheidungsfindung abgewartet werden.
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Was? Die Untersuchung umfasst einen
vollständigen klinischen Untersuchungsgang (s.
Musterformular) und berücksichtigt in
besonderer Weise die Krankheiten für die eine
Disposition vorliegt. Der Untersuchungsgang
wird deshalb je nach Rasse und ggf. Nutzung etwas modifiziert (z. B. Ellenbogen
grundsätzlich beim DSH mitröntgen).
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Sonstiges: Wenn keine eindeutigen Kennzeichen
vorhanden sind, empfehle ich dringend, soweit durch Gefahrenabwehrverordnung
nicht ohnehin vorgeschrieben, die Implantation eines Mikrochips (Transponder)
auf der linken Halsseite während der Untersuchung vorzunehmen. Der Verkäufer muss dieser Maßnahme wie auch allen
anderen geplanten Eingriffen zustimmen! Angefertigte Dokumente
(Untersuchungsbögen, Röntgenbilder, EKGs etc.) müssen eindeutig gekennzeichnet
werden.
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Musterformular
für die:
Tierärztliche Ankaufsuntersuchung
I. Signalement
| Name des Tieres |
| Rasse |
Geschlecht |
Geburtsdatum |
Radiologisches Zahnalter |
| Farbe |
Tät.Nr./Zuchtbuchnummer |
ID-Nr (Transponder). |
| Verkäufer, Anschrift,
Telefon |
| Käufer, Anschrift,
Telefon |
II. Vorbericht
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Bekannte Vorerkrankungen (wann, was) |
| Durst und
Appetit |
Kot- und
Harnabsatz |
Letzte
Nahrungsaufnahme |
| In den
letzten 4 Wochen angewandte Medikamente einschließlich antiparastärer
Behandlungen |
| Letzte nachgewiesene
Impfungen (Art u. Datum) |
III. Allgemeinuntersuchung
| Temperatur (°C) |
Gewicht (kg) |
Größe (cm) |
| Ernährungszustand |
| Pflegezustand -
Parasiten |
| Konstitution |
| Allgemeinbefinden |
IV a. Klinisch – radiologische Untersuchung der Organsysteme
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1) Haut, Fell: Pfoten – Krallen – Rutenspitze - Verletzungen |
| 2) Lymphknoten |
| 3) Ohren: Ohrmuschel –
Gehörgang - Trommelfell |
| 4) Nase |
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5) Augen: Augenlider – Nickhaut – Cornea – vordere Augenkammer – Pupille
- Linse – Glaskörper – Fundus |
| 6) Herz /
Kreislaufapparat: Herz – Puls - Schleimhäute |
Herzfrequenz / min |
| 7) Atmungsapparat
Kehlkopf – Trachea – Lunge– Husten – (Atmungstyp Thoraxperkussion) |
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8) Verdauungsapparat: Lefzen – Mundhöhle – Zähne – Tonsillen - After –
Analbeutel – Abdomenpalpation |
| 9) Harn- und
Geschlechtsapparat: äußeres Genitale – Zykluszustand – (Prostata) - Mamma –
Exsikkose |
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10) Vorderhand: Palpation – Gang |
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11) Hinterhand: Palpation – Gang |
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12) Nervensystem: Kopfnerven – Korrekturreaktion – Muskeleigenreflexe
Vorderhand u. Hinterhand – Panniculusreflex – After/Schwanzreflex - passive
Lordosierung der LWS |
| 13) Röntgen
LWS |
| 14) Röntgen
HD |
| 15) Röntgen
Ellenbogen |
| 16) Gebiss
und sonstige Röntgenbefunde |
IV b. Ergänzende Untersuchungen, Nachuntersuchungen
| Labor: Check Up- Kot – Harn – BU –
MykU - Hautgeschabsel |
| EKG |
| Sonographie |
| Endoskopie (Rhinoskopie,
Tracheoskopie, Vaginoskopie etc.) |
| Sonstige: |
| Nachuntersuchung am:
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V. Diagnosen
VI. Prognose (Ankreuzen)
| Als Diensthund uneingeschränkt geeignet. |
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| Als Diensthund zur Zeit nicht geeignet. |
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| Als Diensthund nicht geeignet. |
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| Als Diensthund mit folgenden Einschränkungen
geeignet: |
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VII. Empfohlene Maßnahmen/Behandlungen/Nachuntersuchungen:
Ort, Datum
Stempel / Unterschrift:

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