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Das Cauda Equina Compressions Syndrom
(CECS) Teil 2
3. Welche Formen
des CECS gibt es?
3.1 Dynamische Kompression der Cauda equina
3.1.1 Kompression durch Bandhypertrophie
Dies ist eindeutig die häufigste Form des CECS beim Diensthund (ca. 70%).
Die Erkrankung entsteht folgendermaßen: Auf erhöhte Belastungen in der
Kreuzbein-Lendenregion (durch hohes Spüren, Sprünge, Galopp) reagiert der
Organismus des Hundes häufig mit einer Verstärkung von 2 elastischen Bändern
(s. Abb. 2), die das Kreuzbein und den 7. Lendenwirbel unter Zug miteinander
verbinden. Beim Aufrichten des Hundes befindet sich diese gelenkige
Verbindung in durchgestreckter Stellung und die Bänder verkürzen sich unter
gleichzeitiger Dickenzunahme. Ab einer bestimmten Dicke der Bänder wird
hierbei jedes mal die Cauda equina für einen kurzen Moment sanduhrförmig
eingequetscht und so auf Dauer geschädigt. Dieser Effekt kann z. B. durch
eingelagertes Fett im Wirbelkanal noch erheblich verstärkt werden.
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Abb. 2: Die Cauda equina wird durch
das Ligamentum Flavum (gelb) und / oder das Ligamentum longitudinale
dorsale (grün) in Hyperextensionsstellung, d. h. wenn der Hund sich auf
die Hinterhand aufrichtet, für einen kurzen Moment komprimiert (die
Bewegung ist in der Abbildung übertrieben). |
3.1.2 Lumbosakrale Instabilität
Bei dem unter 3.1.1 beschriebenen Bewegungsablauf senkt sich bei dieser
Krankheitsform das
Kreuzbein aufgrund einer abnormen Beweglichkeit der gelenkigen Verbindung
nach unten ab. Die Cauda equina wird hierbei durch den Wirbelbogen
eingedrückt. Gleichzeitig werden die, zwischen 7. Lendenwirbel und Kreuzbein
austretenden, Nerven durch eine Einengung der Nervenaustrittsöffnungen
(For. intervertebr.) gequetscht. Eine zusätzliche Komplikation
(Sonderform) ist die mehrfach von mir gesehene
dornenförmige
Ausprägung des vorderen Daches des Kreuzbeinbogens.
3.2 Dauerhafte Kompression der CE
3.2.1 Spondylosen
Diese Form stellt die Ausnahme dar, da meist keine Kompression der CE
vorliegt. Die Beschwerden entstehen hierbei eher durch Reizungen der
Nervenwurzeln (Radikulitis) oder
durch die Spondylose selbst.
3.2.2 Diskusprolaps
Hierbei drückt der vorgefallene Kern der
Zwischenwirbelscheibe von unten auf die CE.
3.2.3. Innere Kompression: Hier erfolgt die Kompression durch
Umfangsvermehrungen (in der Regel Tumore), die sich innerhalb des
Rückenmarksegmentes ausbreiten.
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